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Chronik KCO Teil 2/3 1970 - 1988

Teil 2 von 3: 1970 bis 1988

Die Vorbereitungen für den Rosenmontagszug liefen auf Hochtouren. Wagen wurden gebaut, Fußgruppen waren gemeldet, die Musikkapellen verpflichtet. Nur die Hauptakteure, ein Prinzenpaar, fehlte noch. Alle Überredungskünste der Verantwortlichen hatten bei möglichen Kandidaten nicht gefruchtet. Nun konnten nur noch familiäre Bande helfen. Tatsächlich gelang es dem Vorstandsmitglied Gerhard Meid, seinen Bruder Reinhold und dessen Frau Christel von der Wichtigkeit dieser Aufgabe zu überzeugen. Die große Erleichterung bei allen Verantwortlichen setzte alle Kräfte frei, so daß innerhalb von knapp zwei Wochen ein Prinzenwagen, der einen Glückswürfel darstellte, gebaut wurde. Leider stand der Umzug unter keinem guten Stern, denn es regnete in Strömen. So kam es, daß sich Reinhold 1. und Christel 1., nur durch einen großen Schirm geschützt ihrem närrischen Volk zeigen konnten.

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Auch 1973 war wieder eine Zitterpartie, bis ein Prinzenpaar gefunden war. An Silvester war es dann endlich soweit. Beim »Sepp«, Gasthaus Dünker, saßen einige Vorstandsmitglieder zusammen um Silvester zu feiern. Bis es dann zu einer »Prinzenfeier« wurde, bedurfte es schon vieler überzeugender Worte. Jedenfalls konnte ganz traditionell am Fest der »Alten Kirmes« die Proklamation von Norbert I. und Helga I. (Keuler) bekanntgegeben werden.
Das Motiv für den Wagen war schnell gefunden. Aus einem großen Pokal begrüßte das Prinzenpaar an Rosenmontag bei herrlichem Sonnenschein sein närrisches Volk. Am Morgen des Rosenmontags war bereits musikalisches Wecken durch die örtliche Blaskapelle angesagt. Im Anschluß daran begann die Verhaftung im Gasthaus Scheuer. Nach dem Umzug ging es zum bunten Narrentreiben auf Dünkers Saal.

Am 15.03.1974 fand im Gasthaus Scheuer die Jahreshauptversammlung statt. Von 83 Vereinsmitgliedern waren 40 anwesend. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Norbert Keuler (Vorsitzender), Lutz Fülbier (Stellvertreter), Heinz Engbert (Sitzungspräsident), Heinz Breuer, Nikolaus Schaup, Gerhard Meid, Hans Schmitt, Gerd Baquet, Alfred Esten, Peter Orth und Willi Hoffmann. Die Mehrzahl der anwesenden Mitglieder beschloß den Jahresbeitrag von 6,00 DM auf 10,00 DM zu erhöhen. Ein weiterer Beschluß lautete, dem neugegründeten Möhnenverein eine Starthilfe von 200,00 DM zu übergeben. Am 28.06.1974 beschloß der Vorstand einen Silvesterball kombiniert mit einer großen Verlosung zu veranstalten. Norbert Keuler und Lutz Fülbier wurden beauftragt, für den Rosenmontagszug mit drei Musikkapellen Verträge abzuschließen. Das Thema »Erbsensuppe« am Rosenmontag wurde ausführlich behandelt. Man kam überein, den Möhnen diese Aufgabe für die Zukunft zu übertragen. Die Einnahmen sollten in die Möhnenkasse fließen. Am 15.12.1974 gab der Vorsitzende bekannt, daß noch kein Prinz gefunden sei. Daraufhin kam der Vorschlag, das derjenige, der dem Vorstand am längsten angehört, die Würde der Regentschaft übernehmen sollte. Aber soweit kam es nicht, denn es fand sich kurzfristig ein Paar, das beste Voraussetzungen für das Amt mitbrachte.

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In der Vorstandsitzung vom 05.01.1975 beschloß der Vorstand, daß sich jedes Vorstandsmitglied aus eigener Tasche eine neue Narrenkappe anschaffen sollte. Für den Rosenmontagszug standen neun Prunkwagen, sechs Fußgruppen und vier Musikkapellen als Zugteilnehmer bereits fest. Insgesamt umfaßte der Rosenmontagszug 30 Zugnummern. Die Zugordnung übernahmen Manfred Friedsam, Werner Grohs und Reinhold Zepp. Zur Kassenprüfung beauftragte die Versammlung die Herren Ewald Dahm und Franz-Josef Weidenbach.
Der Startschuß ins närrische Treiben war am 18.01.1975 ein gutbesuchter Maskenball im Saale Dünker. An Fastnachtssamstag, 08.02.1975, folgte ein Kostümball mit humoristischen Einlagen und der Proklamation von Prinz Herbert 1. und Prinzessin Anita I. (Faßbender). Der Rosenmontag begann mit dem musikalischen Wecken durch das Blasorchester Brohltal. Anschließend erfolgte die traditionelle Verhaftung.

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Um 13:30 Uhr formierte sich der Rosenmontagszug in der Bachstraße. Ein großer Schlitten, von zwei Pferden gezogen, war das Motiv des Prinzenwagens. Vor dem Prinzenwagen sorgte der Fanfarenzug von Kleinrinderfeld für eine tolle Stimmung. Dünkers Saal war nach dem Umzug überfüllt und die Stimmung war prächtig. Pünktlich um 20:11 Uhr begann der Prinzenball mit dem Einzug des stürmisch gefeierten Prinzenpaares samt seinem närrischen Gefolge. Es wurde eine lange Nacht.
Vorstandsmitglieder 1976 waren die Herren: Norbert Keuler, Lutz Fülbier, Willi Hoffmann, Alfred Esten, Hans Schmitt, Norbert Hundt, Nikolaus Schaup, Helmut Scheuer, Peter Orth, Herbert Faßbender und Ewald Dahm. Zum Sitzungspräsidenten wurde Lutz Fülbier ernannt. Ferner wurde vereinbart: Zur Sitzung ziehen das Prinzenpaar mit dem Vorstand ein. Die Getränke zahlt der Vorstand selbst. Vorstandsmitglieder, die aktiv bei der Sitzung mitmachen, verzichten auf Orden. Einstimmig wurde beschlossen, Gerhard Hilger, der seit 1973 einen LKW für die Glassammlung des KCO kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, mit einem Orden auszuzeichnen.

»Nach 20 Jahren Abstinenz wieder Kappensitzung in Oberzissen«, so hieß die Schlagzeile am 03.02.1976 im Regionalteil der Rhein-Zeitung. Die Verantwortlichen hatten es sich mit der Entscheidung nicht leicht gemacht aber ihr Mut wurde dann mehr als belohnt. Präsident Norbert Keuler und Sitzungspräsident Lutz Fülbier hatten eine hervorragende Mischung von jungen und alten Karnevalisten aufgeboten, die die Narrenschar hellauf begeisterten. Zur »ersten Mannschaft« gehörten: Irma Breuer, Agathe Dahm, Martha Schaup, Ilse Simanzik, Renate Dietz, Marianne Schmitt, Agnes Höper, Günter Faßbender, Reiner Klein, Ewald Dahm, Hans Schmitt, Christel Rossei (Porz), Gerd Baquet, Herbert Faßbender, Peter Faßbender, Helga Keuler, Gisela Fülbier und Fritz Rossel. Zum ersten Mal war für die kleinen Narren in Dünkers Saal ein Kinderball. Neben Musik und Tanz gehörten einige kleine Gesellschaftsspiele zum Programm. Rosenmontag begann um 8:45 Uhr mit der Verhaftung von Obermöhn und Möhnen.
Eine Session, die sich gut anließ. Ein Prinzenpaar war schon sehr früh gefunden, so daß die Vorbereitungen zeitig gezielt beginnen konnten. Als dann am 05.02.1978 die Kappensitzung mit Prinzenproklamation stattfand, war Dünkers Saal zu klein. In der Zeitung vom 07.02.1978 stand zu lesen: »Im Rahmen einer prachtvollen Gala-Prunksitzung übernahmen Alfons I. von der Gummilinse und Renate II. vom Blumeneck aus dem Hause derer von Dietz, Insignien, Würde und natürlich die Herrschaftsgewalt.« Die prinzliche Regierungserklärung stellte rosige Zeiten in Aussicht: Der Brohlbach sollte schiffbar gemacht werden, eine Sesselbahn zur Burg Olbrück war geplant und der Bur wurde zur Heilquelle erklärt. Für das Prinzenpaar hatte sich der Elferrat etwas Neues ausgedacht. Den Tolitäten stand eine Prinzenloge zur Verfügung. Erstmals besuchte an Fastnachtssamstag ein Prinzenpaar die Nachbarorte Brenk und Fushölle. Das Prinzenpaar fuhr in einem offenen PKW-Cabrio von Fushölle nach Brenk, begleitet von Stadtsoldaten und Elferrat.

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Bei schönem Frühlingswetter zogen am Rosenmontag herrliche Prunkwagen und Fußgruppen durch das Dorf. Das Prinzenpaar stand hochoben auf dem Wagen in einem blau-silber geschmückten Blumenkorb. Um 20:11 Uhr begann der Prinzenball im Saale Dünker, der an diesem Abend zu klein war.
An Fastnachtsdienstag luden die Verbandsgemeinde, Bürgermeister Theo Sundheimer und Ehefrau Lore zum Empfang ins Rathaus ein. Dieser Empfang ist inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt der Brohltalnarren geworden und wird vom heutigen Bürgermeister, Hermann Höfer, mit viel Geschick und vielen fleißigen Händen gepflegt. Zum ersten Mal wurde 1978 eine zweite Sitzung eingeplant. Dieser Beschluß war goldrichtig. Beide Sitzungen waren restlos ausverkauft und man konnte mit Befriedigung feststellen, daß es ein voller Erfolg für alle Aktiven und ganz im Sinne des anwesenden Publikums war. Krönender Abschluß einer mit Vorträgen, Tänzen und Gesang hervorragend gemischten Sitzung war die Starparade des Vorstandes, präsentiert von Rainer Holbe (Gisela Fülbier).
Gegen Ende der Tanzveranstaltung an Rosenmontag verabschiedeten die Narren das Prinzenpaar. Es war eine spontane Idee, die alle Anwesenden mit einschloß und somit nochmals viel Freude brachte. Die Musikanten Rolf Koch und Werner Rademacher erkannten schnell die Situation. Sie spielten fortan Trauermusik und die Anwesenden formierten sich zu einem Trauerzug im Saal. Prinz und Prinzessin trugen schwarze Kleidung.


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Unter tosendem Applaus des prächtig eingestimmten Publikums, angeführt von Funken, Stadtsoldaten und Vorstand, zog das Prinzenpaar, Horst I. aus dem Geschlecht derer von Lenkrad und Brummi und Prinzessin Christel II. aus dem Hause Nadel und Faden (Ehepaar Rings), in den geschmackvoll dekorierten Saal. Der neue Sitzungspräsident Hans Schmitt übergab die Zeichen der Staatsgewalt an das Prinzenpaar. Mit »Hallo Fans« eroberte Dechant Matthias Wiebel die Bütt und sprach fortan ein akzentfreies Oberzissener Platt. Es folgten in bunter Reihe Tänze, Büttenreden und Gesangsvorträge, so daß jeder auf seine Kosten kam. Bei winterlichen Temperaturen zog der Rosenmontagszug durch Oberzissen. Das Prinzenpaar zeigte sich auf einem herrlichen Motivwagen, der ein Schloß darstellte. Tolle Fußgruppen, schöne Fastnachtswagen und vier Musikkapellen bildeten einen schönen Umzug. In der Mitgliederversammlung vom 28.04.1979 beschlossen die Anwesenden eine neue Vereinssatzung, die damit die Statuten von 1964 ablösten.
Die Kappensitzung vom 26.01.1980 läutete die heiße Phase der närrischen Zeit ein. Mit Routiniers und Nachwuchstalenten bot der gekonnt und souverän fungierende Sitzungspräsident Hans Schmitt dem närrischen Publikum eine ausgezeichnete Sitzung. Mit zwei Tanzgruppen aus Niederzissen und Oberdürenbach, den Stadtsoldaten und dem Vorstand, als Liliputaner verkleidet, und zwölf Vorträgen lief das Programm bis lange nach Mitternacht.

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Fastnachtsmuffel konnte der nicht bleiben, der zur Miete ins Haus von Lutz und Gisela Fülbier zog. Spätestens nach einer Fastnachts-Session war der Mieter bekehrt. Manfred Mayer und Waltraud Hauptmanns (Dupont) erging es jedenfalls so. Zunächst mußten beide dem KCO beitreten. Dann nahm das »Verhängnis« seinen endgültigen Lauf, als sie bei der Verlosung am Silvesterball 1980 ein Spanferkel gewannen und dem KCO noch ein Prinzenpaar fehlte. Lutz Fülbier und Hans Schmitt holten sich die glücklichen Gewinner an ihren Tisch und überzeugten sie, daß sie bei soviel »Schwein« das Zeug für die Regentschaft im »Owezessene Fastelovend« hätten. Schließlich sagte Manni: »Mir machen et.«
Im Rahmen einer glanzvollen Kappensitzung am 24.01.1981 im Saale Dünker wurden Manfred I. und Waltraud I. proklamiert und in ihr hohes Amt eingeführt. Sitzungspräsident Hans Schmitt schaffte das in seiner humorvollen und souveränen Art.
Insgesamt 16 Programmpunkte umfaßte das abwechslungsreiche Programm, in dessen Verlauf der Elferrat kräftig durch den Kakao gezogen wurde. Beim Rosenmontagszug zeigte sich das Prinzenpaar unter einer von vier Säulen getragenen Krone. Anschließend traf man sich zum bunten Narrentreiben und Prinzenball bei Dünkers im Saal.
Der Startschuß für die fünfte Jahreszeit fiel mit der Kappensitzung am 23.01.1982. Im geschmackvoll karnevalistisch geschmückten Saal konnte der strahlende Sitzungspräsident Hans Schmitt eine ideenreiche Sitzung präsentieren, in der er allen dankte, die in der vergangenen Session die Bemühungen des KCO gefördert und unterstützt hatten. Ein besonderer Dank ging an Prinz Manfred I. und Prinzessin Waltraud I. für ihre hervorragende Arbeit. Neben gelungenen Tänzen, hervorragenden Vorträgen und Gesang war wohl der Höhepunkt der Sitzung ein Auftritt des »Stabstrompeters« Karl-Heinz Faßbender mit seiner Tuba, auf der er wochenlang geübt hatte.

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Die Prinzenfrage war gelöst und damit der Karneval 1983 in Oberzissen gesichert. Mit einer gelungenen, buntgemischten Kappensitzung am 22.01.1983 eröffnete der KCO die neue Session. Dem neuen Prinzenpaar, Lutz I. und Prinzessin Gisela I. (Fülbier), überreichte Hans Schmitt Insignien, Zepter, Orden und Blumen zur Amtsübernahme. Mit Lutz Fülbier wurde ein Prinz gefunden, der jahrelang als Vorsitzender die Geschicke des Vereins maßgeblich leitete. Aus einem insgesamt tollen Programm bleibt der Vortrag von Heinz-Jürgen Fendt in Erinnerung, dem der Hausarzt Sport verschrieben hatte.
Beklagen mußten wir den plötzlichen Tod von Hans Schmitt, dem beliebten Sitzungspräsidenten. Für den KCO war es ein überaus großer Verlust. Hans Schmitt wird uns unvergessen bleiben.
Am 04.11. erfolgte die Neuwahl des Vorstandes mit folgendem Ergebnis: Lutz Fülbier (Vorsitzender), Heinz Breuer (Stellvertreter), Gerhard Wilhelmi (Kassierer), Manfred Mayer (Vertreter), Karl-Heinz Faßbender (Sitzungspräsident), Alfons Dietz (Vertreter), Waltraud Hauptmanns (Schriftführer), Alfred Hauptmanns (Vertreter), Norbert Keuler, Georg Kraus und Franz-Josef Dahm (Beisitzer).

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In der Sitzung vom 13.11.1983 beschloß der Vorstand, für die Stadtsoldaten neue Uniformen in Auftrag zu geben.
Da kein Rosenmontagszug zu organisieren war, konnten sich die Verantwortlichen des KCO ganz auf die Kappensitzung konzentrieren. Mit Erfolg, wenn man der Rhein-Zeitung glauben darf: »Der Oberzissener Karnevalsclub hat mit seiner Sitzung in Dünkers närrischer Arena neue Maßstäbe gesetzt. Was dem Publikum diesmals geboten wurde war Spitzenklasse«.

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Mit Bravour und Geschick, mit viel Witz und Können gab Karl-Heinz Faßbender seinen Einstand als Präsident. Neben ausgezeichneten Vorträgen und Tänzen war der Programmpunkt 13 ein Glücksgriff. Der Gesangverein Brenk war zu Gast. Seine Darbietungen hielten einen Vergleich, nicht nur vom Kostüm her, mit den Hofsängern großer Karnevalsgesellschaften stand. Was die 17 Sänger boten war einfach fantastisch. Norbert Hundt und Rolf Bendels hatten die Texte beigesteuert, während Alois Schmitt die musikalische Seite im Griff hatte. Der KCO trat in 1984 dem RKK bei.
Karl-Heinz Faßbender als glänzend aufgelegter Sitzungspräsident, gute Vorträge von den bekannten Büttenassen und ein fantastisches Publikum waren der Grundstein für eine gelungene Sitzung. Schnell war das karnevalistische Geheimnis gelüftet: Prinz Heinz I. (Breuer) Graf der Burg-Olbrück-Straße und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Ilse I. (Simanzik) von der Kirchberghöhe wurden den begeisterten Narren vorgestellt. Mit der erfahrenen Gisela Fülbier gab Tochter Heidi ihr Debüt auf der Bühne und entpuppte sich als Glücksfall für den Oberzissener Karneval. Fastnachtssonntag besuchte der Vorstand, die Möhnen und Stadtsoldaten, alle in ihrer närrischen Uniform, den Gottesdienst. Bei herrlichem Sonnenschein, aber winterlichen Temperaturen, wand sich der Umzug an Rosenmontag durch Oberzissen. Das Prinzenpaar begrüßte seine Gäste aus einer überdimensionalen Krone, die 12.000 Papierrosen in verschiedenen Farben schmückten. Die Neuwahlen des Vorstandes ergaben folgendes Ergebnis: Vorsitzender: Lutz Fülbier, Vertreter: Manfred Mayer, Kassierer: Gerhard Wilhelmi, Vertreter: Waltraud Hauptmanns, Sitzungspräsident: Karl-Heinz Faßbender, Vertreter: Alfons Dietz, Beigeordnete: Norbert Keuler, Franz-Josef Dahm, Alfred Hauptmanns.
Riesiger Applaus begleitete den Elferrat, die Stadtsoldaten und das Prinzenpaar beim Einmarsch in »Dünkers Narhalla« zur ersten Sitzung der neuen Session. Präsident Karl-Heinz Faßbender begrüßte die gutgelaunten Narren mit »Lords- und Ladys« und übergab dann dem Prinzenpaar das Wort. Der neue Ortsbürgermeister Willi Schütz wurde mit einem Orden ausgezeichnet.
Erster Redner in der Bütt war das karnevalistische Urgestein Karl (Charly) Münk. Mit Zylinder und der besonderen Brille informierte er aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis in unnachahmlicher Weise seine staunenden Zuhörer. Es folgten Tänze, Gesang und Vorträge in fein abgestimmter Reihenfolge. Zwei alte Bekannte, »Dotz und Dötzje«, dargestellt von Norbert Keuler und Gerhard Wilhelmi, präsentierten einen Supervortrag, der klarstellte, daß Beamte in der Verwaltung keine Stempeluhr drücken, sondern sich ins Gästebuch eintragen. Als »Singende Dorfchronik« hatte der Männergesangverein Brenk wieder einen glanzvollen Auftritt.
Zuerst schienen die ganzen Vorbereitungen mit angezogener Handbremse zu laufen, doch dann war knapp zwei Wochen vor der ersten Kappensitzung endlich ein Prinzenpaar gefunden. Diese Gewissheit steigerte schlagartig die Begeisterung der Verantwortlichen und Aktiven, so daß am 24.01.1987 die erste Kappensitzung mit Prinzenproklamation stattfinden konnte. Prinz Karl-Heinz I. vom runden Leder (Faßbender) ünd Prinzessin Elisabeth I. von Schiene und Strang (Dahr/Jahns) übernahmen die Regentschaft über alle Narren für die nächsten zwei Jahre. Damit mußte aber ein neuer Sitzungspräsident her, dessen Aufgaben jetzt Alfons Dietz über-

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nahm. Er steuerte fortan das Narrenschiff mit Vorträgen, Tänzen und Ge¬sang und einer Miss-Wahl (Vorstand) zur Freude der närrischen Besucher. Beim Fastnachtszug präsentierte sich das Prinzenpaar zum Gaudium aller in einem riesigen Posthorn.

Fortsetzung im 3. Teil



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